DVB-H
DVB-H ist der digitale Videoübertragungsstandard (Digital Video Broadcasting), der für mobile Endgeräte wie Handy / Mobiltelefone, PDA … kurz Handhelds (dafür steht das “H” im Namen). Die Technik baut auf DVB-T auf, enhält aber einige Modifikationen, die speziell für den Empfang mit kleinen und mobilen Endgeräten vorgesehen sind.
Multimediadienste, wie kurze Videos oder Live-Fernsehen werden per Rundfunk über Antenne (terrestrisch) gesendet. Somit sind keine zusätzlichen Verbindungen (Kabelfernsehen, Sat-TV) notwendig. Da Nutzer von DVB-H häufig unterwegs in Anspruch nehmen sind dort verstärkt Techniken im Einsatz, die einen reibungslosen Empfang ermöglichen, auch wenn das Signal einmal kurzzeitig nicht optimal ist. Hierzu gehört zum Beispiel das Fehlerkorrekturverfahren MPE-FEC.
Im Gegensatz zum normalen Digital-Fernsehen kommen bei DVB-H die modernsten Kompressionsverfahren wie z. B. H.264 und AVC zum Einsatz, die auch bei Blu-ray-Disc verwendet werden. Die meisten Inhalte werden in deiner Aufläsung von 320×240 Pixeln gesendet, was der durschnittlichen Bildschirmauflösung eines Handhelds oder Mobiltelefons nahe kommt. Durch die geringere Auflösung als beim normalen Fernsehen wird nur eine geringe Bandbreite benötigt. Durch spezielle Verfahren (Time-Slicing) wird außerdem dafür gesorgt, dass Energie beim Empfang gespart werden, für ein langes Fernsehvergnügen.
Testbetrieb in Deutschland
Seit dem 1. Juni 2008 hat ein Testbetrieb in Hamburg, München, Frankfurt und Hannover begonnen. Es sind neun TV-Sender und drei Radio empfangbar: Das Erste (TV), ZDF (TV) und das zukünftige Regionalprogramm von Deutschland 24 (TV), bigMUSIC (Radio), MyFun Radio und 90elf (Radio). Die TV-Sender RTL, VOX, Sat.1, ProSieben, n-tv sowie N24 werden nur verschlüsselt gesendet.
Handys mit DVB-H
Zurzeit sind folgende Handys in Deutschland verfügbar. Weitere Prototypen diverser Hersteller befinden sich noch in einer Entwicklungsphase.