Mobile 3.0 mit DVB-H in Deutschland gescheitert

7. Oktober 2008, 10:06

Das Betreiberkonsortium Mobile 3.0 ist mit seinem Vorhaben, DVB-H in Deutschland flächendeckend und kommerziell zu betreiben gescheitert. Bis Ende des Monats müssen die Lizenzen zurück an die Landesmedienanstalt gegeben werden, woraufhin eine neue Ausschreibung erfolgt. Mobile 3.0 war ein Zusammenschluss des TV-Anbieters MFD, der Verlagsgruppen Holtzbrinck und Burda, sowie des südafrikanischen Medienkonsernz naspers.

Thomas Langheinrich, Vorsitzender der Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten, sagte hierzu, dass mann habe festestellen müssen, „dass ein Festhalten an diesem Pilotversuch das DVB-H-Projekt nicht weiter bringt“.

Für die Nutzer bleibt nun zu hoffen, dass endlich der Weg frei wird für ein richtiges DVB-H Fernsehen, denn bei der letzten Ausschreibung, mussten sich die vier Netzbetreiber (T-Mobile, vodafone, o2 und e-plus) Mobile 3.0 im Bieterstreit geschlagen geben, dabei wären dies prädestinierte Anbieter mit Erfahrungen im Mobilfunkbereich gewesen.

Nach dieser Schlappe muss in Deutschland DVB-H zügig eingeführt und marktreif werden, wie es in benachbarten Ländern (z. B. Österreich) der Fall ist, nicht zuletzt, da die europäische Kommission DVB-H als europäischen Standard für mobilen Handy-TV-Empfang festgeslegt hat.

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